ChroniNews Newsletter 2. Ausgabe 2022

ChroniNews Newsletter 2. Ausgabe 2022

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vierten Ausgabe dieses Jahres der ChroniNews, Ihrem exklusiven Newsletter der Birken-Apotheke, halten wir Sie weiterhin mit Neuigkeiten und Informationen rund um die Themen der HIV- und Hepatitis-Therapie auf dem Laufenden.

Seit Juli 2022 können wir Ihnen fünf für Sie kostenlose pharmazeutische Dienstleistungen in Apotheken anbieten, die wir Ihnen in dieser Ausgabe näher vorstellen möchten. Sie wurden zur Verbesserung von Sicherheit und Wirksamkeit komplizierter Arzneimitteltherapien eingeführt.

Affenpocken sind nach wie vor ein aktuelles Thema, weswegen wir Ihnen neue Erkenntnisse bezüglich der Übertragbarkeit mitteilen möchten.

Des Weiteren erläutern wir den aktuellen Stand zu dem HIV-Wirkstoff Lenacapavir, der nach einer Einleitungsphase nur alle 6 Monate verabreicht werden müsste.

Die moderne HIV-Therapie führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität. Trotzdem kann die Einnahme von zusätzlichen Arzneimitteln im Alter erforderlich sein. Das kann zu Wechselwirkungen unter den Arzneimitteln führen, was wir in dieser Ausgabe einmal genauer beleuchten.

Zum Abschluss stellen wir Ihnen neue Guidelines der WHO zur Prävention, Diagnose und Therapie von HIV, Hepatitis und sexuell übertragbaren Krankheiten für entsprechend betroffene Bevölkerungsgruppen vor.

Wir hoffen, Ihnen sagt auch die jetzige Auswahl an Themen wieder zu.

Wie üblich möchten wir Sie noch auf die Termine der Kölner Aidshilfe, das Angebot einer professionellen ATHINA-Medikationsanalyse und die Option der Individualverblisterung Ihrer Medikamente durch die Birken-Apotheke aufmerksam machen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr ChroniNews-Team der Birken-Apotheke

 


 


Neue Pharmazeutische Dienstleistungen seit Juli 2022

Mit dem Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz (kurz VOASG) im Dezember 2020 wurde der Grundstein für flächendeckende pharmazeutische Dienstleistungen auf Krankenkassenkosten gelegt. Seitdem wurde zwischen Standes- und Kassenvertreter hart verhandelt, bis zum Juli hin feststand, welche Dienstleistungen für wen angeboten werden dürfen. Das Ergebnis ist ein Katalog von fünf mehr oder weniger umfangreichen Gesundheitsdienstleistungen, die nun für Anspruchsberechtigte von den Kassen bezahlt werden. Diese möchten wir Ihnen kurz vorstellen:

1. Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck
In der Apotheke wird nach einer fünfminütigen Ruhepause dreimal hintereinander der Blutdruck gemessen, jeweils nach zwei Minuten Wartezeit. Aus der zweiten und dritten Messung wird ein Mittelwert gebildet, anhand dem der Erfolg der Blutdrucktherapie beurteilt wird. Da die meisten modernen Blutdruckmessgeräte auch den Puls messen, können auch Arrhythmien, wie Vorhofflimmern, erkannt werden.

Anspruch haben Personen, die laut Selbstauskunft an hohem Blutdruck leiden mit mindestens einem verordneten Blutdruckmittel und bei Änderung der Blutdruckmedikation. Es gilt eine zweiwöchige Frist nach Therapiebeginn bzw. Medikationsänderung, bis die Dienstleistung in Anspruch genommen werden kann.

2. Erweiterte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung mit Üben der Inhalationstechnik
Die inhalative Therapie mit Arzneimitteln bei Asthma und COPD steht und fällt mit der richtigen Inhalationstechnik. Für die verschiedenen Arzneistoffe gibt es eine Vielzahl verschiedener Inhalationssysteme („Devices“) mit unterschiedlicher Handhabung. In der Apotheke wird, idealerweise mit einem Dummy-, bzw. Placebodevice des neu verordneten bzw. laut Rabattvertrag abzugebenden Präparates, die richtige Inhalation durch das Personal vorgeführt. Anschließend wird die korrekte Anwendung durch eine Demonstration des Patienten überprüft und dokumentiert. Eventuelle Anwendungsfehler können dann geklärt werden. In Einzelfällen können Patienten ihren eigenen, verschriebenen Inhalator für die Demonstration verwenden.

Anspruch haben Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren, denen ein Inhalationsgerät neu verordnet wurde oder nach Device-Wechsel. Ebenso wenn diese Personengruppe laut Selbstauskunft in den letzten 12 Monaten keine Einweisung oder praktische Übung mit dem verordneten Device erhalten haben und nicht an einem Disease-Management-Programm für Asthma oder COPD teilnehmen.

3. Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation
Diese Dienstleistung darf nur von fortgebildeten Apothekern durchgeführt werden. Der Patient bringt zu einem vorab vereinbarten Gesprächstermin sämtliche von ihm verwendeten Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel mit. Das umfasst Arzneimittel der Dauer-, Akut- und Bedarfsmedikation, Vitamin- und Mineralstoffpräparate sowie pflanzliche Arzneimittel. Für zu kühlende Medikation ist ein Foto oder eine Notiz ausreichend. Als weitere Datenquellen können Medikationspläne, Arztbriefe und Kundendaten aus der Apotheke nützlich sein. Es sollte geklärt werden, welche Erwartungen der Patient an die Medikationsanalyse hat und welche Wünsche/Probleme im Vordergrund stehen. Im Verlauf des Erstgesprächs werden durch den Apotheker arzneimittelbezogene Probleme (ABPs) abgefragt. Diese können u.A. in der Anwendung, der Dosierung, dem Einnahmezeitpunkt, der Lagerung oder in Neben-, bzw. Wechselwirkungen bestehen.

An das Erstgespräch schließt sich die eigentliche Medikationsanalyse an. Hier werden möglicherweise entdeckte arzneimittelbezogene Probleme wie falsche Dosierungen, Wechsel- und Nebenwirkungen besprochen und Lösungsvorschläge erarbeitet, die auf Wunsch des Patienten auch dem Arzt vorgelegt werden können. Am Ende entsteht im besten Fall ein neuer oder aktualisierter Medikationsplan, der im Abschlussgespräch dem Patienten ausgehändigt, erläutert und im Anschluss an den Arzt weitergeleitet wird.

Anspruch haben Personen, die aktuell und über die nächsten 28 Tage mindestens fünf systemisch wirkende Arzneimittel als Dauermedikation einnehmen. Die Dienstleistung kann einmal alle 12 Monate erbracht werden, es sei denn, es finden erhebliche Umstellungen statt. Das heißt, dass mindestens drei neue Arzneimittel eingenommen werden müssen. Die 12-Monatsfrist beginnt dann erneut.


4. Pharmazeutische Betreuung von Organtransplantationen
Diese Dienstleistung darf nur von fortgebildeten Apothekern durchgeführt werden.
Die pharmazeutische Betreuung nach Organtransplantationen orientiert sich an den Leistungen der Medikationsberatung bei Polymedikation, richtet sich aber insbesondere an Patienten mit immunsuppressiver Therapie nach Organtransplantationen. Zwei bis sechs Monate nach Start der immunsuppressiven Therapie erfolgt ein weiteres Gespräch mit dem/r Patienten/in, um vorab Probleme zu erkennen, zu lösen und die Therapietreue zu stärken.

Anspruch hierauf haben versicherte Personen, die einmalig im ersten halben Jahr nach Organtransplantation mit einer immunsuppressiven Therapie ambulant beginnen oder deren immunsuppressive Therapie sich aufgrund einer Neuverordnung ändert. Neuverordnungen liegen dann vor, wenn das Präparat innerhalb der letzten sechs Monate nicht angewendet wurde.

5. Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie
Diese Dienstleistung darf nur von fortgebildeten Apothekern durchgeführt werden.
Auch hier orientiert sich die Betreuung an den Dienstleistungen der erweiterten Medikationsberatung bei Polymedikation. Ebenfalls erfolgt nach zwei bis sechs Monaten bei Bedarf ein weiteres Gespräch, um Probleme zu erkennen, zu lösen und auch hier die Therapietreue zu stärken.

Anspruch auf diese Dienstleistung haben versicherte Personen einmalig im ersten halben Jahr nach Beginn mit einer ambulanten oralen Antitumortherapie oder Personen, die eine weitere ärztlich verordnete orale Antitumortherapie als ambulante Folgetherapie beginnen.

Wenn Sie Fragen oder Interesse an den pharmazeutischen Dienstleistungen haben können sie uns gerne jederzeit ansprechen.

Quelle: abda.de

 


 


Neue Guidelines der WHO zur Prävention, Diagnose und Therapie von HIV, Hepatitis und sexuell übertragbaren Krankheiten für entsprechend betroffene Bevölkerungsgruppen

Da 70% der Neuinfektionen innerhalb bestimmter Schlüsselpopulationen auftreten, richten sich die neu beschlossenen Guidelines der WHO an folgende Gruppen:

- Männer, die Sex mit Männern haben
- Trans und genderdiverse Menschen
- Sexarbeiter
- Menschen, die Drogen injizieren
- Menschen im Gefängnis oder anderen geschlossenen Einrichtungen

Das aktuell gesetzte Ziel für die Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose, Malaria, vernachlässigten tropischen Krankheiten sowie durch Wasser übertragene Krankheiten (wie bspw. Cholera, Dengue-Fieber und Amöbenruhr) soll für 2030 gesetzt werden.  

Folgende Maßnahmen werden empfohlen:
1) Verhaltensweisen/Präventive Maßnahmen:
    a) Verwenden von Kondomen und Gleitgel
    b) Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) für HIV sowie post-Expositions-Prophylaxe (PEP) für HIV und sexuell übertragbare Krankheiten (STIs)
    c) Hepatitis B Impfung
2) Diagnose durch einfacheren Zugang zu:
    a) HIV Testservice
    b) Testservice von STIs
    c) Testservice von Hepatitis B und C
3) Behandlung:
    a) Behandlung von HIV, STIs und Hepatitis B und C
    b) Screening, Diagnose und Prävention von HIV assoziierter Tuberkulose
4) Online-Verfügbarkeit von Dienstleistungen für die entsprechenden Patientengruppen
5) Peer-Berater1 sollen HIV, STI und HCV Patienten, die mit einer Therapie beginnen sollen, unterstützen und dafür sorgen, dass diese therapietreu bleiben
6) Regelmäßige Testungen alle drei bis sechs Monate für HCV Risikopatienten
7) HCV Therapie nach Genotypisierung2 sollte jedem kurz nach Bekanntwerden der Infektion angeboten und über Risiken der Nachteile einer verspätet eingesetzten Therapie aufgeklärt werden
8) Adressieren von Chemsex3; dabei u.a. Zugang zu sterilen Nadeln und Spritzen

Um Neuinfektionen von AIDS, Hepatitis und sexuell übertragbaren Krankheiten zu verhindern, müssen strukturelle Barrieren wie Stigmata, Diskriminierung und Kriminalisierung beseitigt werden.

Zusätzlich muss gerade jungen Schlüsselpopulationen der Zugang zu Prävention, Diagnose und Therapie gewährt werden. Hierbei kommen einige Aspekte zu tragen; oft insbesondere aufgrund von Unklarheiten bzgl. der Risiken, Fehlen an Wissen, akkurate, dem Alter entsprechende Informationen sowie Fehlen einer umfassenden sexuellen Aufklärung.

Eine entsprechende Prävention, Diagnose sowie Therapie kann nur dann erreicht werden, wenn die Schlüsselpopulationen in das Zentrum der Gesundheitssysteme gestellt werden. Hierbei soll nicht auf die jeweiligen Krankheiten geachtet, sondern auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingegangen werden, sodass sämtliche Leistungen an die Patienten herangetragen und bzgl. Ihrer Therapie und der entsprechenden Prophylaxe unterstützt werden.

Quelle: who


1Peer-Berater: Menschen, die selbst betroffen sind
2Genotypisierung: ermöglicht die Bestimmung der genau vorliegenden Form der Hepatitis Infektion
3Chemsex: sexuelle Handlungen unter Einfluss von stimulierenden Substanzen, in der Regel nehmen dabei mehrere Menschen über einen längeren Zeitraum teil

 


 


Moderne HIV-Therapien für eine Verbesserung der Lebensqualität

Seit der Entdeckung des HI Virus schreitet die Entwicklung der Medikamente immer weiter voran. Es werden immer effektivere Wirkstoffe gefunden, die den Medikamenten der älteren Generation in Wirksamkeit und Verträglichkeit deutlich überlegen sind.

Die Lebenserwartung von HIV-Patient:Innen  kann mit der richtigen Therapie ähnlich hoch sein, wie die von nicht HIV-positiven. Gesundheitliche Themen, ausreichende Bewegung und eine gesunde Ernährung rücken im Leben der Patient:Innen deutlich in den Vordergrund. Die Lebensqualität kann durch die genannten Aspekte, sowie die modernen Kombinationen aus nur zwei Wirkstoffen, positiv beeinflusst werden.

Polypharmazie und HIV-Therapie
Im Alter können bei HIV-positiven und HIV-negativen Menschen dieselben gesundheitlichen Probleme auftreten, welche eine weitere medikamentöse Therapie erfordern. Daher wird angestrebt möglichst wenige Substanzen in die Therapie einzubinden, um etwaige Wechselwirkungen der Substanzen zu verhindern.
Betrachtet man die HIV-Therapie, die ab Mitte der 1990er Jahre verordnet wurde, so fällt auf, dass meistens drei oder vier Wirkstoffe in Kombination angewandt wurden. In den Leitlinien zur HIV-Therapie werden heute auch Kombinationen aus nur zwei Wirkstoffen empfohlen.

In der Studie ‚Positiven Perspektiven 2‘ wurde das Verhältnis der Lebensqualität und der Polypharmazie untersucht. Als Polypharmazie wird hier die Einnahme von fünf oder mehr Tabletten pro Tag definiert, die dazu führen kann, dass die Einnahmetreue der Patient:Innen sinkt und das Risiko von Nebenwirkungen und Wechselwirkungen erhöht wird.

In der genannten Studie wurden weltweit 2.389 HIV-positive Menschen befragt. 82% der Befragten gaben an, dass sie mindestens ein zusätzliches Medikament einnehmen und besorgt darüber seien im Alter noch mehr Medikamente einnehmen zu müssen.

65% der Befragten sind offen für eine Therapie mit weniger Wirkstoffen bei gleicher Wirksamkeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der in der Studie beleuchtet wurde, ist die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Ärzt:Innen und Patient:Innen. Die Patient:Innen mit in die eigene Therapie einzubinden, Wünsche und Schwierigkeiten offen zu besprechen, bietet eine große Chance die Lebensqualität von HIV-positiven Personen dauerhaft zu erhöhen.

Im Fokus der HIV-Therapie liegt heute also neben der höheren Überlebenswahrscheinlichkeit, eine Therapie zu entwickeln, die dem HIV-positiven Menschen hilft die Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig Nebenwirkungen und Interaktionen mit anderen Medikamenten, vor allem im Alter, zu vermeiden.

Quelle: Deutsch Österreichische Leitlinie zur antiretroviralen Therapie der HV1-Infektion; Livlife.com/dam/cf-viiv/livlife/de_DE/pp2/documents/viiv_positive_perspektiven_2_Ergebnisbericht_2021.pdf





 


Neues langwirksames Arzneimittel bei HIV: Lenacapavir

Aktuell erfolgt die HIV-Therapie in den meisten Fällen durch die tägliche orale Einnahme von Tabletten, wobei die Therapietreue eine wichtige Rolle spielt und das Vergessen der Tabletteneinnahme möglichst verhindert werden sollte, um einer Resistenzbildung der eingesetzten Wirkstoffe entgegenzuwirken.

Mit den Injektionen Vocabria® (Wirkstoff Cabotegravir) und Rekambys® (Wirkstoff Rilpivirin), die 2021 auf den Markt gekommen sind und die beide in der Regel in einem 2-Monats-Rhythmus gespritzt werden, konnte bereits einigen Patienten im Hinblick auf die HIV-Therapie das Leben vereinfacht werden.

Der neue Wirkstoff Lenacapavir ist ein antiretroviraler Wirkstoff, der als sogenannter Kapsid-Inhibitor fungiert und nach seiner Zulassung das erste Mittel seiner Art auf dem Markt wäre. Dieser soll über die Firma Gilead unter dem Handelsnamen Sunlenca® vertrieben werden. Das „Innovative“ und Besondere an dem Wirkstoff ist seine lange Wirkdauer. Nach einer oralen Einleitungsphase von zwei Wochen würde die tägliche Tabletteneinnahme durch Injektionen ersetzt werden, die in einem Abstand von 6 Monaten verabreicht werden würden. Vor allem Patienten, denen mit ihrer aktuellen Therapie nicht mehr ausreichend geholfen werden kann, würden von dieser neuen Therapie-Option profitieren.

Die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) hat für Lenacapavir eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen, jedoch steht noch die Erteilung der eigentlichen Zulassung der Europäischen Kommission aus.

Quelle: https://www.apotheke-adholc.de/nachrichten/details/markt/lenacapavir-neues-langwirksames-hiv-mittel-kommt/


 


 


Affenpocken – Neue Erkenntnisse bezüglich der Übertragbarkeit

Durch die Berichterstattung in Nachrichten und Medien ist es mittlerweile Allgemeinwissen, dass Affenpocken durch engen „Körperkontakt“ übertragen werden. Was versteht man eigentlich darunter?  Bei einer Infektion entstehen Pusteln auf der Haut und es kommt hauptsächlich durch den direkten Kontakt mit diesen Pusteln zu einer Virusübertragung. Da es beim Geschlechtsverkehr in der Regel zu viel Haut- und Körperkontakt kommt, wird in diesem Fall von „sexueller Übertragung“ gesprochen. Im folgenden Abschnitt handelt es sich um die sexuelle Übertragbarkeit im engeren Sinne, sprich Körperflüssigkeiten wie Sperma und Scheidensekrete.

Sexuelle Übertragbarkeit:  Ein Forschungsteam aus Italien untersuchte nun Sperma als Infektionsquelle. Bei  14 von 16 infizierten Männern konnte das Affenpocken-Virus im Sperma nachgewiesen werden und in einem untersuchten Fall war das Virus auch drei Wochen nach Symptombeginn noch vorhanden. Dies bedeutet nicht sofort im Umkehrschluss, dass das Virus definitiv über Sperma übertragen wird – es ist zunächst theoretisch denkbar. Affenpocken-Viren könnten also sexuell übertragbar sein, die bisherige Datenlage reicht aber zu diesem Zeitpunkt für eine sichere, klare Aussage nicht aus. Außerdem wurden die Studienergebnisse bisher noch nicht von unabhängigen Experten überprüft. Inzwischen wird auch untersucht, ob das Affenpocken-Virus in Scheidensekreten vorkommt.

Oberflächen: Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) konnten hohe Virusbelastungen von berührten Oberflächen nachweisen. Mit der Studie ist aber nicht bewiesen, dass es zu einer Ansteckung bei Kontakt mit den kontaminierten Oberflächen kommt. Von Bedeutung ist diese Erkenntnis eher, wenn es um die Versorgung oder das Zusammenleben mit betroffenen Patienten geht. Denkbar wären Infektionsquellen wie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Essgeschirr. Bei Aerosolen und Kontaktflächen wie Türklinken oder Aufzugknöpfe  geht man von keiner Gefährdung aus.

Inkubationszeit: Eines der Hauptprobleme bei den Affenpocken ist die lange Inkubationszeit von bis zu drei Wochen. Wichtig hierbei ist, dass unmittelbare Kontaktpersonen von infizierten Personen den Behörden bekanntgeben und die notwendigen Quarantänemaßnahmen eingehalten werden.

Aktueller Stand: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am 25.08.22 3387 nachgewiesene Infektionen in Deutschland. Die Zahl der wöchentlich ans RKI übermittelten Fälle ist seit Anfang August leicht rückläufig,

Bezüglich der Prävention sind folgende Punkte bedeutend: Gute Kommunikation, Safer Sex (auch nach dem Ende einer Infektion vorerst Kondome benutzen), konsequente Nachverfolgung der Infektionsketten, gegebenenfalls die Pockenschutzimpfung (Imvanex®, Jynneos®).

Quelle:   Epidemiological, clinical and virological characteristics of four cases of monkeypox support transmission through sexual contacen, Italy, May 2022, Antorini et al., Eurosurveillance, 27, 2200421 (2022); RKI Evidence of surface contamination in hospital rooms occupied by patients infected with monkeypox, Germany, June 2022, Nörz et al., Eurosurveillance, 27, 2200421 (2022)

 


 


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